«Wenn die Menschen ‹Aha› sagen, haben wir gewonnen»
Museum der Kulturen-Direktorin Anna Schmid über fast 20 Jahre im Amt, Provenienzforschung und die Museumsstadt Basel.
Museum der Kulturen-Direktorin zieht Fazit
Seit fast zwanzig Jahren ist die Ethnologin Anna Schmid Direktorin des Museums der Kulturen am Münsterplatz, im Oktober 2025 wird sie pensioniert. Was hat sich unter ihrer Ägide im städtischen Museum verändert? Im Fürobebier zieht sie Bilanz.
Im Gespräch mit Prime News-Journalist Luca Thoma erinnert sich Schmid an die ersten Jahre im Museum, den grossen Umbau und die Neuausrichtung des Hauses, mit der sie viele Stammbesucher vor den Kopf stiess: Schmid teilte das Museum nicht mehr wie üblich nach Regionen, sondern nach Themen auf und stellte deutlich weniger Objekte aus als früher.
«Ich habe damals zu wenig kommuniziert», findet sie heute. Danach sei es dem Museum aber gut gelungen, die Menschen abzuholen: «Nach der Neuausrichtung dauerte es etwa zwei Jahre, bis wir wieder akzeptiert waren.»
Im Podcast blickt Schmid auch auf ihre Ausbildung als Ethnologin zurück. Sie erzählt, wie sie für Feldforschung mehrere Monate in Nordpakistan verbrachte und gleich zwei herausfordernde Sprache lernte, um tiefer in die Welt des Volks der Dom einzutauchen.
«Neugierde ist die wichtigste Eigenschaft für eine Ethnologin», sagt sie: «Man muss immer auf die Menschen zugehen und verstehen wollen, warum etwas ist, wie es ist.»
Ausserdem würdigt sie das «offene und kritische» Basler Publikum, erzählt vom regen Austausch in der lokalen Museumsszene und erklärt, warum ihr die Provenienzforschung (zum ausführlichen Bericht von Prime News) ein wichtiges Anliegen ist.
Der Fürobebier-Podcast wird präsentiert von der Biermanufaktur Birtel Bier auf dem Dreispitz.
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